Hallo,
ohje, kaum hier aufgetaucht, komme ich schon mit einer unangenehmen Warnung daher - aber mir ist das Thema hier ziemlich wichtig und deshalb möchte ich es gerne loswerden.
Bisher haben nur sehr wenig Leute von der hochgiftigen Pflanze Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) gehört, die mittlweile fast überall auf den Feldern, Straßenrändern und vor allem auch Futterweiden zu finden ist.
Wenn die Pflanze ausgewachsen ist und die Bitterstoffe bereits entwickelt hat, wird kein Tier auf die Idee kommen sie zu fressen - wenn sie allerdings abgemäht wird und im Heu verschwindet, landet sie getrocknet und trotzdem noch giftig direkt auf dem Teller unserer Milch- und Fleischkühe, Esel, Pferde, Schafe und co.
Das Gift reichert sich dann über Jahre hinweg in der Leber an, ohne dass es jemand merkt, und nach Jahren ist das betroffene Tier plötzlich und ohne ersichtlichen Grund tot. Trotzdem wissen nur wenige Bauern darüber Bescheid, dass diese Pflanze überhaupt existiert.
Der Arbeitskreis Kreuzkraut e.V. unterstützt derweil eine öffentliche Online-Petition "Melde- und Bekämpfungspflicht des hochgiftigen Jakobskreuzkrauts".
Dazu läuft bei uns eine Rundmail herum, die ich mir hier mal zu zitieren erlaube:
Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe AK-Freunde,
am 29.9. ist auf "epetitionen.bundestag.de" eine öffentliche Online-Petition
"Melde- und Bekämpfungspflicht des hochgiftigen Jakobskreuzkrauts"
erschienen.
Der Arbeitskreis Kreuzkraut e.V. unterstützt diese Petition.
Seit Jahren betreiben wir, die Landwirtschaftlichen Beratungsstellen,
Presse, Rundfunk und Fernsehen öffentliche Aufklärung. Verantwortungsbewußte
Tierhalter erkennen mittlerweile viele Arten von Kreuzkraut und vernichten
es meist in mühevoller Handarbeit von ihren Weiden und Wiesen.
Und trotzdem sind die aktuellen Ergebnisse der Untersuchungen von im Handel
erhältlichen Honigen erschreckend. Auch deutsche Honige enthalten die
toxischen Pyrrolizidinalkaloide (PA) in einer Menge, die sehr
besorgniserregend ist. Das Thema PA ist längst keines mehr der privaten
Pferdehalter. Sofortiger Verbraucherschutz ist hier gefragt.
In 2011 aber hat der Bestand an Kreuzkräutern bundesweit erneut zugenommen.
Es bleibt zu fordern, dass sich die Politik damit auseinandersetzt und
Richtlinien erarbeitet, damit alle Verantwortlichen handeln müssen bzw.
können. Denn selbst wenn öffentlichen Stellen handeln wollten, bleibt ihnen
bislang nur ein sehr geringer und uneffektiver Handlungsspielraum.
Wir kämpfen den Kampf gegen die Windmühlen, wenn nicht eine Melde- und
Bekämpfungspflicht erlassen wird. Der Petent fordert diese im Umkreis von
150 m zu Futtermittelgewinnungsflächen. Es geht ihm wie auch uns also nicht
um die Ausrottung einer Pflanze!
Wir benötigen 50.000 Mitzeichnungen bis zum 11.11.2011. Erst dann kann der
Petent das Anliegen in einer Anhörung dem Petitionsausschuß des Deutschen
Bundestages näher erläutern. Es ist also wirklich jede einzelne Stimme
gefragt!
Wir fordern Sie hiermit eindringlich auf, die Petition auf
https://epetitionen.bundestag.de/index. ... tion=20125 zu unterzeichnen, und diese Aufforderung, diese E-Mail, weiter zu
verbreiten.
Mit freundlichen Grüßen
Wer also dazu beitragen möchte, dass die Pflanze endlich bekannt und bekämpft wird, kann sich ja kurz die Zeit nehmen, bei der Online Petition vorbeizuschauen oder die Mail an Bekannte weiterzuschicken. :-)
Liebe Grüße
Alina
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"Hark ye", said his father. "A bad-tempered man will never make a good-tempered horse."
Anna Sewell